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"Viktor und die Macht der Farbschattenklänge" ist ein erstaunliches Jugendbuch, das die von Harry Potter bereits platt getretenen Erzählpfade des Fantasy-Genres meidet und dennoch phantasie– und vor allem liebevoll von der Persönlichkeitsentwicklung eines Zwölfjährigen erzählt, dem der Druck von Schule und Elternhaus über den Kopf zu wachsen droht. Gerd Haehnels Sprache ist wohltuend unaufgeregt und vermeidet die leider in der Literaturszene so häufig anzutreffende Anbiederung der Erwachsenen an Teenager. „Viktor“-Vergleichbares habe ich bislang nicht gelesen! Ein Juwel in der zeitgenössischen Jugendliteratur!

Christian Oelemann, Ronsdorfer Bücherstube

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Donnerstag, 27. Oktober 2005, 05:32

Zusammenfassung Rechtschreibdiskussion Mailingliste 10/05

Zusammenfassung einer Diskussion vom Oktober 2005, die Listenmitglieder ausführlich in der Mailingliste Deutschunterricht nachlesen können und die von der Frage ausging, wie man in einer Klasse 8 der Hauptschule angesichts des sehr schlechten Ausfalls eines geübten Diktates pädagogisch reagieren könne. Dazu gab es u.a. folgende Hinweise:
- Arbeit mit der 5-Fächer-Lernkartei (z.B. aus dem AOL-Verlag); Problem dabei: dies muss sehr konsequent und regelmäßig kontrolliert werden.
- Üben sollte am richtig geschriebenen Wort erfolgen, z.B.: nicht in den Diktattext der Sch. korrigieren, sondern ihn in das Heft der Sch. kleben und dort mit einem gelben Textmarker die "noch nicht richtig geschriebenen Wörter" markieren; Vorteil: kein Einprägen falsch geschriebener Wörter, weniger Frust bei den Sch.
- zwei Versionen eines Diktates mit unterschiedlicher Bewertung zur Auswahl anbieten: Kurztext und Langtext, da die meisten Fehler erst in der Schlußphase entstehen
- nach dem Diktat Wörterbücher zur Korrektur austeilen
- Silbierung nach der Freiburger Rechtschreibschule: Durch das Hörbarmachen der Buchstaben, evt. auch durch Verlängerung des Wortes, lässt sich Vieles ableiten, es bleiben nur wenige Lernwörter übrig und müssen nicht alle Regeln gelernt werden. Weitere Erläuterungen finden sich in einem Buch aus dem AOL Verlag: Fit trotz LRS von Bettina Rinderle (ISBN 3-89111-933-X). Wichtig bei der Methode ist Konsequenz.
- Aufbau eines Grundwortschatzes mit Lückendiktaten wie in der Grundschule
- Das Marburger Rechtschreibtraining für LRS (Verlag Dr. Dieter Winkler, 44793 Bochum, von Gerd Schulte-Körne und Frank Mathwig) bietet interessante Ansätze, z.B. die Reduzierung der Rechtschreib-Basics auf acht Regeln.
- Die Sch. tragen ihre Fehler in eine Tabelle ein, die ihre Fehlerschwerpunkte aufzeigt: Sie erkennen dann oft, dass das Erlernen weniger Regeln viele Fehler vermeiden würde.
- Das Schreiben Freier Texte macht so viel Freude, dass sich dies auch positiv auf die Rechtschreibung auswirkt. Weitere Hinweise dazu in der Schreibwerkstatt und hier.
- Unter http://www.lernserver.de findet sich eine Datenbank, die schon von über 1000 Schulen genutzt wird: Per Computer werden Diktate ausgewertet und dann entsprechende Fördermöglichkeiten vorgeschlagen. Ein [URL=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-381168,00.html]Artikel im Spiegel[/URL] erläutert dies näher, durchaus auch mit kritischen Anmerkungen, die auch in der Liste deutlich geäußert wurden, vor allem unter dem Gesichtspunkt der Selbstverantwortung für das eigene Lernen und die eigene Zielsetzung.

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