Bei der Korrektur von Klausuren benutze ich immer häufiger Beurteilungsbögen, die sich an meinem Erwartungshorizont – den muss ich ja sowieso machen, das ist also keine Mehrarbeit - orientieren. Im Dateianhang findet man ein Beispiel für einen solchen Bogen (im RTF Format, das man mit den meisten Textprogrammen öffnen kann), der allerdings gekürzt und unvollständig ist, da es mir hier in erster Linie um die Darstellung des Prinzips geht: Anstelle der Auslassungspunkte kann man die Elemente, die für den speziellen Text zu erarbeiten waren, einfügen. Für jeden Schüler gibt es einen solchen Bogen, und wenn man nun eine Klausur korrigiert, lässt sich vieles einfach ankreuzen. Es ist zwar ein wenig Arbeit, den Bogen anzufertigen, die eigentliche Korrektur geht aber nach meiner Erfahrung viel schneller und wird auch für mich klarer und befriedigender. Natürlich kann ein solcher schematischer Bogen nicht alle Aspekte einer Klausur erfassen, aber ich kann ja entsprechende handschriftliche Formulierungen ergänzen, etwa, wenn Elemente erarbeitet worden sind, die ich nicht in meinem Erwartungshorizont hatte, wenn etwas besonders detailliert dargestellt worden ist usw. Der Kommentar unter der Klausur wird somit zwar nicht überflüssig, er kann in der Regel aber viel kürzer ausfallen. Die Schüler/innen sind von dieser Methode sehr angetan, weil für sie der ganze Korrekturprozess durchschaubarer wird und weil sie gleichzeitig eine Musterlösung erhalten, die ihnen hilft, ihre Leistungen zu verbessern. Für mich bedeutet diese Methode eine Menge an Arbeitsersparnis!
Mich würde interessieren, ob andere KollegInnen ähnliche Erfahrungen gemacht haben!